Klavier Akkorde am Keyboard lernen

Mann spielt E Piano
Simon
Simon
Hallo liebe Leser und Willkommen auf meinem Blog zum Thema Klavier. Seit meiner Kindheit spiele ich leidenschaftlich gerne Klavier und möchte euch das erlernen dieses schönen Instruments erleichtern. Nun wünsche ich euch aber viel Spaß auf meinem Blog. Simon

Wenn wir ein Lied hören, brennt sich meistens in erster Linie die Melodie in unser Gedächtnis. Allerdings besteht ein gutes Musikstück nicht nur aus einer Melodie. Der Kern, ja das Skelett von fast jedem musikalischen Werk sind Akkorde, also mindestens drei Töne, die harmonisch zusammenpassen und gleichzeitig gespielt werden. Meist bestehet ein Akkord aus drei Tönen und werden in der Musik als Dreiklänge bezeichnet. Ein Dreiklang setzt sich aus Grundton, Terz und Quinte einer Tonleiter zusammen, also aus der ersten, dritten und fünften Stufe. Normalerweise werden diese vier Arten von Dreiklängen in der Musik verwendet:
– Dur- Dreiklang
– Moll- Dreiklang
– Verminderter Dreiklang
– Übermäßiger Dreiklang
Wenn du die ersten beiden genannten Akkorde beherrschst, kannst du schon die meisten Stücke begleiten.

Dur-Akkorde trainieren

Dur wird meist als positiv und fröhlich empfunden. Deshalb sind sehr viele Lieder in Dur-Tonarten geschrieben. Dreiklänge (egal ob Dur oder Moll) sind in der Regel aus Terzen aufgebaut. Eine Terz ist ein Tonabstand und sie setzt sich aus drei oder vier Halbtonschritten zusammen. Terzen sind das ganze Geheimnis normaler Akkorde. Der Dur-Dreiklang besteht aus dem Grundton, dann folgt eine große Terz, also vier Halbtonschritte, und dann eine kleine Terz, also nochmal drei Halbtonschritte. Das bedeutet, wenn wir als Beispiel den C-Dur Dreiklang betrachten, du nimmst das C (links neben den zwei schwarzen Tasten), dann zählst du vier Halbtonschritte ab, also gehst die einzelnen Tasten entlang (Cis -> D -> Dis -> E) das bedeutet der nächste Ton ist ein E. Jetzt musst du nochmal drei Halbtonschritte abzählen (F -> Fis -> G) und du landest bei G. Wenn Du C – E – G gleichzeitig drückst, erhältst du einen tollen Klang, den C-Dur Akkord.

Der Schneemann

Wenn du jetzt diesen auf Notenzeilen geschrieben siehst, fällt auf, dass die Noten perfekt übereinander passen. Sie erinnern fast an einen Schneemann. Diese Merkhilfe ist auch wichtig, wenn du dir die Reihenfolge der Terzen merken willst. Bei Dur ist es ein richtiger Schneemann. Erst kommt unten die große Terz, analog zur großen Kugel beim Schneemann, und oben sitzt die kleine Terz drauf. Das ist auch beim Schneemann so, nur dass da eben keine kleine Terz, sondern eine kleine Schneekugel oben draufkommt.

Falls man mit der Notation bei C‘ im Violinschlüssel beginnt, also eine Hilfszeile unter den Notenlinien, bekommt man einen Turm von Noten, die schön übereinander passen. Jede hat ihre eigene Linie. Auch wenn man z. B. auf F‘ einen Dreiklang aufbaut, also in dem ersten Raum zwischen den Notenzeilen, anfängt, bleiben auch die darüberliegenden Noten im Zwischenraum (F‘ – A‘ – C‘). Mit diesem Trick, dass du die Noten immer schön übereinander setzt und, wenn du immer die richtigen Vorzeichen beachtest, hast du das Geheimnis hinter Dur entschlüsselt.

Auch die Vorzeichen sind keine Hexerei. Nun wollen wir beispielsweise einen D-Dur Dreiklang bilden. Wir brauchen hier das D (zwischen den zwei schwarzen Tasten), dann zählen wir wieder eine große Terz (Dis -> E -> F -> Fis) nun drücken wir ein Fis (G -> Gis -> A) und ein A. Schon haben wir das richtige Vorzeichen.
Ein kleiner Trick ist aber, sich vorher zu überlegen, wie viele Vorzeichen die jeweilige Tonart hat, in der wir spielen wollen. Dabei hilft der Merkspruch: Geh Du Alter Esel Hol FISche. Die Kreuz-Reihe geht dann Fis – Cis – Gis – Dis – Ais -Eis.

Das bedeutet also für G-Dur ein Kreuz, nämlich Fis, für D-Dur zwei (Fis und Cis) und so weiter. Die Tonart D-Dur hat also zwei Kreuze. Der Turm über D aufgebaut wäre D- F – A, aber weil in D-Dur das Fis vorkommt, machen wir das F zu Fis.
Für B gibt es auch Merksprüche, z. B. Frische Brezen ESsen ASse DES GESangs und die B-Reihe geht B – Es -As – Des – Ges – Ces. Wenn du dir diese Merksprüche einprägst, kannst du sehr schnell Akkorde einprägen.

Der Moll-Akkord, der falsche Schneemann

Wenn wir die Dur-Akkorde halbwegs verstanden haben, sind auch der Moll- Akkord keine große Kunst mehr. Oben wurde der Schneemann erwähnt, weil der Dur-Dreiklang unten die große und oben die kleine Terz hat. Ein richtiger Schneemann hat nämlich unten die große und oben die kleine Kugel. Falls wir Moll- Akkorde haben, ist das genau anders herum. Hier haben wir einen falschen Schneemann. Beim Moll- Dreiklang sind unten die kleine Terz und oben die große Terz. Also haben wir unten drei Halbtonschritte und oben vier.
Wenn wir jetzt den C-Moll Akkord nehmen, haben wir C und gehen drei Halbtonschritte. In diesem Fall gehen wir über Bs (Des -> D -> Es). Also drücken wir C und Es (Der Ton Es entspricht auf dem Piano dem Ton Dis, mit B wird ein Ton erniedrigt und mit Kreuz erhöht, also haben alle schwarzen Tasten zwei Namen) Der dritte Ton ist jetzt G (E -> F -> Ges -> G) Also haben wir C – Es – G.

Die Merksprüche für Moll und Kreuzvorzeichen lautet: Ein Hund FIScht CISchend GISelas DISk oder für die B-Vorzeichen: Der Große Cäsar Flirtet Beim ESsen. Jetzt siehst du bei dem Turm über C (also bei C- E- G), in C-Moll kommen B, Es und As vor, also muss bei diesen drei Tönen das E in ein Es umgewandelt werden.

Vermindert und Übermäßige Akkorde

Die verminderten oder übermäßigen Akkorde sind mit den Schneemännern wieder anders aufgebaut, denn falls wir alle Kombinationen mit großen und kleinen Terzen durchgehen wollen fehlen nämlich noch zwei. Welche das sind, lässt sich relativ leicht erschließen. Zum einen brauchen wir zwei kleine Terzen übereinander oder zwei große Terzen übereinander. Voilà, schon haben wir verminderte und übermäßige Akkorde. Schon durch den Namen ist es nicht schwer, zu erraten welche Akkorde welche sind. Der mit den zwei kleinen Terzen nennt sich vermindert und der mit zwei großen wird übermäßig genannt.
Ein verminderter C- Dreiklang ist so aufgebaut: Zuerst spielen wir ein C, dann ein Es (Des -> D -> Es) und zuletzt ein Ges (E -> F -> Ges).
Der übermäßige C -Dreiklang ist dagegen C, dann E (Cis -> D -> Dis -> E) und Gis (F -> Fis -> G -> Gis)

Übung macht den Meister 

Der einfachste Dreiklang ist hier der C-Dur Akkord. Die Tonart C-Dur hat keine Vorzeichen, was bedeutet, du bewegst dich nur auf den weißen Tasten. Eigentlich alle Melodien, die du auf den weißen Tasten erfindest, also in C-Dur, lassen sich mit drei Dreiklängen begleiten. C-Dur, F-Dur und G-Dur, also die Erste, vierte und fünfte Stufe der Tonleiter. Jetzt musst du nur immer den passenden Dreiklang zur Melodie spielen und schon kannst du die Lieder in deinem Kopf in Töne bannen. Meistens spielst du den Akkord in der linken Hand und die Melodie in der rechten Hand.
Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, dass du dir aber auch ein Buch kaufst, in dem die Akkorde in Notenlinien aufgezeichnet sind.

Um die Harmonien ganz zu verstehen, musst du sie auch auf Noten aufgezeichnet sehen, denn mit Akkorden kann man so schön spielen, im wahrsten Sinn des Wortes. Sobald du die Akkorde in der Grundstellung beherrschst, kannst du nämlich die Noten umstellen, also z. B. den Grundton eine Oktave nach oben verlegen, das muss man aber aufgeschrieben sehen. Wenn du die Akkorde dann gut beherrschst, steht den Klangexplosionen deiner Musik nichts mehr im Wege.

 

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