Piano spielen lernen mit Franz Titscher – Anfängerfehler

Junges Mädchen versucht Klavier zu spielen
Simon
Simon
Hallo liebe Leser und Willkommen auf meinem Blog zum Thema Klavier. Seit meiner Kindheit spiele ich leidenschaftlich gerne Klavier und möchte euch das erlernen dieses schönen Instruments erleichtern. Nun wünsche ich euch aber viel Spaß auf meinem Blog. Simon

Es ist mal wieder soweit. Man hat ein neues Projekt gestartet und möchte dieses nun voller Euphorie durchziehen. Wenn man aber noch völlig unerfahren in diesem Thema ist, sollte man nicht überstürzt handeln, sondern sich möglichst gut in das Thema einlesen und Fehlerquellen ausmerzen, um besser voran zu kommen.

Genau darum geht es in diesem Artikel. Ich möchte dir aufzeigen, auf was du beim Klavier spielen achten solltest, bevor du deine Euphorie an dem Instrument auslebst und somit schon möglichst bald ein sehr guter Pianist bist.

Warum ist das wichtig zu wissen?

Naja, viele gehen unbedarft an dieses Thema heran und wollen direkt starten. Ich selbst war da auch nicht anders und wäre froh gewesen, wenn mich jemand über das ein oder andere Thema doch aufgeklärt hätte. Dass hierfür viel Fleiß und Motivation benötigt wird, wird meist ausgeblendet. Die Folgen sind Motivationsverlust, Schmerzen im Rücken oder Fingern, etc. Aber dazu später mehr…

Der Kurs von Franz Titscher ist perfekt für Anfänger geeignet, da auch der Musiklehrer sowohl während den Spielphasen, als auch beim erklären des Instrumentes zu jederzeit auf Fehlerquellen hinweist.  Wirklich Top! Ich selbst habe diesen Kurs getestet und möchte dir zeigen, welche Vorteile dieser mit sich bringt:

Zu meinem Erfahrungsbericht

Hier ist nun die Auflistung der häufigsten Fehlerquellen:

  1. Übungsroutine
  2. Haltung
  3. Teilziele setzen
  4. Bewusst Noten lernen
  5. Übungsplatz

1. Übungsroutine

Wie heißt es so schön, „Von nichts kommt nichts“. Das darf man hier auch nicht aus den Augen verlieren. Jeder sollte sich im Klaren sein, dass nur durch das viele Üben auch Erfolge zustande kommen werden. Daher ist es wichtig eine Übungsroutine zu entwickeln. Zu Beginn hat man meist noch große Ambitionen und investiert demnach sehr viel Zeit. Doch nach ein paar Wochen lassen diese Ambitionen nach und man rührt das Klavier oder Keyboard gar nicht mehr an. Am besten ist es, sich täglich ans Klavier zu setzen und zu üben. Vielleicht denkst du jetzt auch, „ich habe doch etwas Besseres zu tun als jeden Tag Klavier Stundenlang zu üben“. Man sollte auch nicht seine komplette Freizeit in das Klavier üben investieren. Sonst geht sehr schnell die Motivation verloren.

Stattdessen reicht es völlig aus, wenn du täglich etwa 10 Minuten übst. Das klingt doch sehr wenig und du fragst dich bestimmt, wie man sich in so kurzer Zeit das Klavier aneignen kann. Doch bei einem routinierten Training verinnerlicht man viel schneller die Erfolge, als wenn man Stundenlang verzweifelt versucht, eine Passage richtig hinzubekommen.

Du kennst das bestimmt auch, dass du für eine Klausur lernst und den Lerninhalt einfach nicht in den Kopf bekommst. Also legst du deine Unterlagen weg und probierst es am darauffolgenden Tag noch einmal. Und auf einmal geht es doch! So ist es auch mit dem üben am Klavier. Wenn du am nächsten Tag noch einmal an dem zuvor gelernten weiter arbeitet, dann hast du es viel einfacher diese Fortschritte zu verarbeiten und zu verinnerlichen. Die Routine sorgt auch dafür, dass du dich nach ein paar Wochen immer mehr auf deine Übungszeit freust.

Merke: Die Übungsroutine ist essentiell wichtig, dass du deine Motivation zum Klavier üben nicht verlierst, oder besser noch verstärkst.

2. Haltung beim Klavierspielen

Ich selbst habe oft die Erfahrung machen müssen, dass ich nach einer gewissen Zeit am Klavier oft Rückenschmerzen bekommen habe. Diese kamen nach und nach immer schneller und ich habe so meine Übungszeit immer mehr verkürzt, als darauf zu achten woran das liegen könnte. Die Haltung beim Klavierspielen ist vergleichbar mit viel Wasser zu trinken. Ohne geht einfach nicht!

Die richtige Haltung ist relativ einfach umzusetzen, sodass du nur lernen musst diese Haltung nach und nach unterbewusst einzunehmen. Der Rücken sollte gerade und aufrecht ausgerichtet sein. Der Stuhl sollte so eingestellt sein, damit die Ellbogen auf Höhe der Klaviatur und in einem Winkel von ca.  90° zu dem Körper ausgerichtet sind. Dadurch musst du deine Schultern nicht hochziehen und verkrampfst nicht. Dementsprechend befinden sich auch die Gelenke auf Höhe der Tastatur, sodass dies eine völlig entspannte Haltung ist. Nur deine Fingerspitzen sollten die Tasten berühren. Der Handballen sollte nicht aufgelegt werden, da auch dies für Verkrampfungen sorgt.

Wenn du diese Tipps einigermaßen einhältst, wirst du ohne Schmerzen Klavier spielen können.

3. Teilziele setzen

Als Ergänzung zu der Übungsroutine ist es sehr wichtig sich Teilziele zu setzen, um die eigene Motivation noch mehr fördern zu können. Je mehr man erreicht, desto größer ist der Willen mehr zu erlernen. So kannst du dir Ziele setzen, wie zum Beispiel „ich möchte bis in einer Woche X-Fingersätze können“, oder „in 2 Wochen mochte ich diese Klaviernoten beherrschen“, usw…

Du darfst nicht unterschätzen, wie umfassend es ist ein Instrument zu erlernen und da ist der ein oder andere Tiefschlag schon vorprogrammiert. Daher ist auch Motivation sehr wichtig und du musst dir selbst immer wieder klar machen, warum du das Ganze auf dich nimmst. Klavier üben macht Spaß! Jeder erfreut sich an Dingen die er selbst geschaffen hat und so ist es auch beim Lernen des Klavierspielens. Sei stolz auf das, was du leistest und baue dich mit jedem erreichten Ziel weiter auf.

4. Bewusst Noten lernen

Anfänger machen oft den Fehler nur auf die Hände zu schauen und die Noten außer Acht zu lassen. Wenn dann anschließend der Blick wieder auf die Notenblätter fällt, weiß man schon gar nicht mehr, wo man sich befindet. Wie bei dem 10-Fingersystem an der Tastatur ist es das Ziel ohne auf die Finger zu schauen Fehlerfrei zu schreiben. Warum sollte man es am Klavier nicht auch genauso machen.

Deine Hände müssen lernen sich selbstständig über die Klaviatur zu bewegen, ohne dass du ständig darauf Achtest, was sie machen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Es muss dir nur bewusst werden, dass du so viel schneller nach Noten spielen kannst und auch nicht mehr den Faden verlierst. Profis können falls sie neue Noten vorgelegt bekommen, diese einfach vom Blatt abspielen, als wäre es nichts. Doch auch sie haben dafür sehr lang trainieren müssen.

Wenn du also ein neues Stück beginnst, dann versuche einfach mal die Töne zu treffen, indem du nur auf die Klaviernoten schaust. Du wirst merken, wie gut das geht. Falls du den falschen Ton triffst probierst du es einfach noch einmal. So lernen deine Hände schließlich auch die Distanz einzuschätzen und nach und nach musst du gar nicht mehr auf deine Hände schauen.

5. Übungsplatz

Dieser Punkt wird doch meist vernachlässigt, ist aber sehr wichtig. Wenn das Klavier in einer dunklen Ecke steht, weil es dort gerade noch hingepasst hat, dann wird die Lust zu üben immer mehr schwinden. Der Fokus geht ganz klar verloren. Niemand hat Lust Stundenlang in eine dunklen Ecke zu sitzen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Psyche und man wird Lustlos. Der absolute Killer für jede Motivation zu üben. Wenn du dein Klavier oder Keyboard an einem hellen Ort in deiner Wohnung platzierst, wirst du sehr schnell merken, wie die Lust auf einmal wieder steigen wird.

Es ist wie eine Blume, die man in den Schatten stellt. Sie wird bald verwelken, da sie die Energie der Sonne braucht. Stellst du sie in das Licht, dann blüht sie auf.

Fazit

Es gibt sehr vieles was man beachten muss, wenn man dieses Instrument erlernen möchte. Natürlich führen viele Wege ans Ziel, aber jeder Mensch sucht sich bekanntlich den Weg des geringsten Widerstandes. Also mach es dir so einfach wie möglich, sodass du deine Motivation zum spielen lernen nicht verlierst, sondern bestärkst. Suche dir keine Ausreden, wie „ich habe letzte Woche keine Zeit dafür gehabt“, denn das ist nur eine Aussage dafür, dass es nicht wichtig genug war. Wenn du es schaffst deinen eigenen Schweinehund zu überwinden, dann wirst du immer mehr zu einem sehr guten Pianisten.

Ich hoffe sehr, dass ich dir mit meinen Tipps weiterhelfen konnte und wünsche noch viel Spaß und Erfolg beim Üben! 🙂

 

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3 thoughts on “Piano spielen lernen mit Franz Titscher – Anfängerfehler”

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